Brückenverschub auf der A7: Die Talbrücke Thulba wurde verschoben

Die Autobahnbrücke auf der A7 über der Thulba bei Oberthulba im Landkreis Bad Kissingen begleitet uns bereits seit einigen Jahren. Die über 50 Jahre alte Bestandsbrücke, die der täglichen Belastung von bis zu 40.000 Fahrzeugen nicht mehr gewachsen ist, wird durch einen 460 m langen und ca. 53 m über Tal hohen Neubau ersetzt. Es handelt sich um zwei getrennte Stahlverbundkonstruktionen mit einzelligen, oben offenen Stahlhohlkästen über sieben Felder, mit Einzelstützweiten von 45,0 m + 55,0 m + 70,0 m + 90,0 m + 75,0 m + 70,0 m + 55,0 m. Die Stahlbautonnage beträgt insgesamt ca. 6.000 Tonnen.

Die Bauarbeiten hierzu haben im Oktober 2020 begonnen. Zunächst wurde neben der alten Talbrücke das neue Teilbauwerk mit der Richtungsfahrbahn Fulda in Seitenlage errichtet. Dieser wurde nun am 18.06.2021 verschoben.

Im nächsten Schritt wird der komplette Verkehr auf zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung auf den neuen Überbau umgelegt, so dass der Abbruch der alten Talbrücke erfolgen kann. Nach dem Abbruch wird das zweite Teilbauwerk mit der Richtungsfahrbahn Würzburg in Endlage gebaut. Anschließend erfolgt die Verkehrsumlegung auf die neue Richtungsfahrbahn Würzburg, um nun den Überbau der Richtungsfahrbahn Fulda mittels Querverschub in die Endlage zu verschieben. Die komplette Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant. Die Gesamt-Herstellungskosten betragen rund 102 Mio. Euro.

  • Leistungen: Statische und konstruktive Prüfung durch Dr.-Ing. Thomas Klähne (Überbauten) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr.-Ing. Manfred Keuser (Unterbauten)
  • Auftraggeber: Autobahn GmbH des Bundes
  • Entwurfsverfasser: Ingenieurbüro Grassl
  • Bauausführung: Donges SteelTec GmbH + Adam Hörnig Baugesellschaft mbH & Co. KG
  • Bearbeitungszeitraum seit 2017

Bildrecht/Ersteller der Visualisierung: Firmhofer+Günther Architekten
Bildrechte Fotos: Jan R. Schäfer J1-Fotografie und Luftbildservice