Spatenstich Rhenaniabrücke in Berlin-Spandau
Für den Neubau der Rhenaniabrücke in Berlin-Spandau – im wahrsten Sinne wegweisend für die Erschließung des Infrastrukturprojektes „Das Neue Gartenfeld“ – fand am heutigen Vormittag der feierliche Spatenstich statt. Die Straßenbrücke wird als eine von ca. 100 Spandauer Brücken dem zukünftigen Kfz-, Rad- und Fußverkehr eine adäquate Verbindung über den Alten Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal bieten.
Unsere derzeitige Bearbeitung umfasst die statisch-konstruktive Prüfung der Entwurfsplanung. Zu den Details:
Überbau
Der Überbau wird als Trogbrücke mit zwei bogenförmigen Längsträgern (Konstruktionshöhe max. 3,40 m in der Brückenmitte) sowie dazwischenliegenden Verbundquerträgern ausgebildet.
Das Tragwerk weist folgende Hauptabmessungen auf:
Stützweite = 43,31m
Systemhöhe = 1,60 m (Auflagerbereich) bis 3,40 m (Feldmitte)
Konstruktionshöhe Fahrbahn = 1,25 m
Systembreite = 19,6 m
Die bogenförmigen Hauptträger sind als geschweißte Profile aus Stahl geplant. Sie erreichen in der Feldmitte eine maximale statische Höhe von 3,40 m. Der Verbundquerschnitt in Querrichtung besteht aus einem 70 cm hohen geschweißten Stahlprofil mit einer aufliegenden, mindestens 30 cm dicken Stahlbetonplatte. Der Verbund zwischen Stahl und Beton wird mittels Kopfbolzen sichergestellt.
Unterbauten
Die Kastenwiderlager sind als flach gegründete Stahlbetonelemente geplant. Die Widerlagerwand ist mit einer Stärke von 1,25 m geplant. Die Flügelwände sollen je 0,70 m dick werden. Es ist kein Wartungsgang vorgesehen.
Brückenlager
Die Brückenlager sind als Elastomerlager geplant. Die Lagerung soll statisch bestimmt erfolgen. Alle Lager sind auswechselbar zu montieren. Die Pressenansatzpunkte sollen sich brückeninnenseitig neben den Auflagerpunkten befinden.
Montage
Die Entwurfsplanung beinhaltet 2 Varianten für die Montage. Die erste Variante „Einschubverfahren" beschreibt ein Montageverfahren, bei dem die Längs- und Querträger vollständig hinter dem östlichen Widerlager montiert werden. Die Stahlkonstruktion wird anschließend mithilfe eines im Kanal gegründeten Hilfspfeilers eingeschoben. Die Herstellung der Verbundfahrbahn erfolgt dann in Endlage. Die zweite Variante „Einzelmontage" beschreibt im Wesentlichen ein Montageverfahren in Endlage. Dabei werden die Längsträger und Querträger einzeln mithilfe von Kränen eingehoben und in Endlage verschweißt. Die Herstellung der Betonfahrbahn kann dann analog zu Variante 1 erfolgen.
Weiterführende Informationen über das Gesamtprojekt finden Sie hier:
https://www.berlin.de/sen/uvk/mobilitaet-und-verkehr/infrastruktur/brueckenbau/rhenaniabruecke/
https://www.entwicklungsstadt.de/grossprojekt-gartenfeld-bau-der-bruecke-ueber-den-schifffahrtskanal-startet-2025/